Material:
Weizenmehl, Bäckerhefe, Glucose, (Saccharose, Honig), Kochsalz, 2 Messzylinder (100 ml, ggf. auch größer), Wasser (45°C), Wasserbad oder Wärmeschrank
Vorüberlegungen:
Es ist bekannt, dass Hefe den Teig durch CO2-Bildung lockert. Dazu wird Glucose enzymatisch zu Ethanol und CO2 abgebaut. Daran sind mehr als 12 Enzyme beteiligt. Siehe dazu die Reaktionsschritte auf der Boehringer-Karte. Eine Anleitung zur Benutzung dieser Karte finden Sie hier.
Das Reaktionsschema gibt die Gesamtreaktion wieder.
C6H12O6 -> 2 C2H5OH + 2 CO2
Daraus lassen sich leicht die maximal gebildete CO2-Menge und die entstehende Alkoholkonzentration errechnen.
Untersucht werden soll die CO2-Produktion bei verschiedenen Umgebungstemperaturen.
Durchführung:
50 g Weizenmehl werden mit 3 g Glucose und 1 g Kochsalz vermischt. Außerdem wird eine Hefesuspension aus 4 g Bäckerhefe und 60 ml Wasser (45°C) hergestellt. Darauf wird alles zu einem dünnflüssigen Teig verrührt. Der Teig wird vorsichtig in die Messzylinder bis zur 20 ml-Marke eingefüllt. (Unbedingt darauf achten, dass kein Teig an die obere Wand des Messzylinders gelangt!)
Einen Messzylinder bei Zimmertemperatur, einen weiteren bei 45°C im Wasserbad oder im Wärmeschrank beobachten. Dazu im Abstand von 5 Minuten die Ausdehnung des Teigs protokollieren und die Porenbildung beschreiben.
Unbedingt die Messzylinder sofort reinigen, der Mehlkleister lässt sich später nur sehr schwer entfernen.
Auswertung:
Versuchsergebnisse in ein Diagramm übertragen. Kurvenverlauf beschreiben. Erklärung für die lag-Phase? Begründung für die Abnahme der Reaktionsgeschwindigkeit gegen Ende des Versuchs.
Weiterführende Experimente:
Verwenden Sie anstelle der Glucose eine entsprechende Menge Honig oder Kristallzucker (Saccharose).
Ein ganz toller Tipp:
Blitzteig: Hier wird Honig zur Herstellung von Hefeteig für die Pizza verwendet. (Rezept: www.studio-bielefeld.de WDR)
Kinetik einer Enzymreaktion (Hefeteig)


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